Wo steht Web 2.0 heute?
Liebe Empfänger dieses Newsletters,
die Diskussion über Web 2.0, ob Schein oder Sein, ob Hype oder realer Trend, beschäftigt seit Monaten die Medien und die IT. Zum einen scheint es eine ideale Gelegenheit, es Bloggern und anderen Web 2.0 Proponenten mal so richtig zu zeigen - Stichwort "das Imperium schlägt zurück". Diesen Eindruck erwecken zumindest traditionelle Medien, die gerne ihren Anspruch auf Medienhoheit aufrecht erhalten möchten. Alle möglichen Gründe - von mangelndem Professionalismus bis hin zu naiven Geschäftsmodellen - werden ins Feld geführt, Web 2.0 zu einer Blase zu erklären, die bald platzen wird. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Nicht nur, dass Prinzipien des Web 2.0 zunehmend in den beruflichen Alltag übernommen - denken wir nur an Mitarbeiter-Teilnahme, aktive Beteiligung, Wissenstransfer - und propagiert werden. Das Interesse an Web 2.0 Diensten ist auch ökonomisch begründet, nicht nur als Marketing-Plattform. Im Angesicht wirtschaftlicher Rezessionsängste, kleinerer IT-Budgets rücken Web 2.0 Dienste plötzlich auch für größere Unternehmen ins Visier des Interesses.
Web 2.0 ist ein Begriff, der breitgetreten und inflationär verwendet wurde. Aber im Endeffekt bedeutet er Veränderung. Im beruflichen Kontext heißt das weniger eine technische, sondern eine kulturelle, organisatorische oder personelle Veränderung. Web 2.0 ist mehr als nur Blogging-Software und Wiki-Engines. Und das ist, was starre und unflexible Unternehmen fürchten: neue Ideen, die sich an den Bedürfnissen der Nutzer orientieren und alte Geschäftsmodelle und Dienste in rascher Folge ablösen.
Ich wünsche Ihnen viel Mut zur Veränderung, einen spielerischen Zugang zu Neuem und viel Spaß mit dieser Ausgabe des Newsletters!
Mark Buzinkay
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Trends: Social Networks als Internet
Social Networks oder soziale Netzwerke - besser gesagt Social Network
Systems - sind nicht nur eine der beliebtesten Dienste im Web (denken
wir nur an Facebook,
welches den ganz Großen der Branche näher rückt), sondern auch eine der
dynamischsten überhaupt. Eine Entwicklung, die sich deutlich abzeichnet, ist die der
Datenportabilität
zwischen den Social Networks. Dies zeigt sich unter
anderem an der Diskussion um ein Social Network Betriebssystem
(Google’s Initiative, Facebooks Führungsanspruch u.a.). Wer hier seinen
Standard etablieren kann, wird in Zukunft nicht nur viel über
Entwicklungen mitzureden haben, sondern auch kommerziell die nächste
Generation an Werbe-Kanälen anführen.
Eine spannende Sache ist in diesem Zusammenhang auch die Frage, wer
über die Daten der Nutzer verfügt. Das Social Network System, der
Nutzer selbst, oder gar die Community? Bisher agierten die Betreiber
solcher Social Networks sehr Seiten-zentriert, d.h. die Daten sind für
den Nutzer nicht portabel, nur innerhalb eines Netzwerks tatsächlich
nutzbar. Meta-Netzwerke wie Ziki und andere Lifestream-Services
versuchen dieser Falle ein Schnippchen zu schlagen und die
multiple-Web-Identität wieder zu vereinen (zumal dort, wo es gewünscht
ist).
Auch Initiativen wie OpenID
versuchen eine gewisse Daten-Portabilität über Social Networks hinweg
zu gewährleisten, und die Entwicklung sieht durch die Teilnahme von
Facebook, Google und anderen Größen rosiger denn je aus. Mehr zum Thema die Zukunft der Social Networks gibt es in den Februar-Beiträgen des Idea Lounge Blogs 'Shift happens - Verschiebungen'.
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Weiterbildung: Learn more Seminar-Programm
Nun wird's ernst: Die ersten Veranstaltungen aus dem Learn more Seminar-Programm stehen an:
Melden Sie sich an, es gibt noch Plätze und Croissants!
Die Seminare finden an der Fachhochschule Dornbirn statt. Termine und Inhalte finden sie auf den Informationsseiten des Learn more Seminar-Programms.
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Links, Books, Events
Wer dieses Jahr auf die CeBit nach Hannover fährt, der könnte sich den neu etablierten Bereich 'Learning & Knowledge Solutions' anschauen. Eine Reihe von Keynotes, Fachvorträgen und Podiumsdiskussionen runden die Ausstellung dieses speziellen Themenkreises ab. Halle 4, 4.-9. März 2008.
Ein Workshop für ExpertInnen ist wohl die Veranstaltung "Social Tagging in der Wissensorganisation." 21.-22. Februar 2008 in Tübingen. Und noch ein Tool-Tipp zum Abschluss: Instapaper. Für alle, die beim Surfen nicht gleich alles lesen können / wollen, ein Bookmarking-Tool zum 'Nachlesen'. Die Seiten werden auf dem eigenen Instapaper-Account vorgemerkt und können wann auch immer nachgeblättert werden.
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