Fynanz: das Studium übers Web finanzieren
Mark BuzinkayTags: community, social lending, social network
Auf dem MBI-Blog habe ich über kürzlich über Social Lending geschrieben, mit einigen Hinweisen zu Diensten. Die Idee ist ja nicht neu und auch nicht schlecht, auch wenn sie das Gesamtvolumen der Kredite, die täglich über die Banken gehandelt werden, nicht einmal annähernd kratzt. Social Lending lebt aber von einer Idee, die einen fairen Zugang zu günstigem Kapital ermöglichen soll, gepaart mit einem fairen Einkommen für dessen Überlassung.
Ein weiterer Vertreter dieser Szene ist Fynanz, ein US-Dienst für die finanziellen Anliegen von Studenten. Wie bekannt kostet das Studium in den USA einen großen Haufen Geld, und das muss zunächst einmal aufgebracht werden. Hier kommt Fynanz ins Spiel, denn es werden nur jene Personen als potentielle Kreditnehmer aufgenommen, die den Kredit für die Ausgaben im Rahmen des Studiums benötigen.
Der Dienst ist für US-Bürger oder Personen mit US-Residenz beschränkt, könnte aber gut und gerne in Europa und anderen Ländern Nachahmung finden. Das benötigte Kreditkapital wird von privaten Anbietern zur Verfügung gestellt. “Privat” heißt hier, dass Privatpersonen Kredite über die Fynanz-Plattform anbieten können. Das Neue dabei ist, dass die “Kredite ersteigert” werden können. D.h., Fynanz vergibt Kredite an Studenten, und diese Kredite werden dann ausgeschrieben. Fynanz versteigert dann diese Kredite, so dass Privatleute Kreditkapital einschießen können.
Für die Kreditgeber bietet Fynanz eine Sicherung von 50% bis 100% und langfristige Kreditrahmen. Außerdem muss jeder Kreditnehmer einen Bürgen als Sicherheit angeben.
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