Hollywood 2.0

am 27. Dezember 2007 durch Mark Buzinkay
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Auch die Filmindustrie bleibt von den technischen Entwicklungen nicht verschont, aber das ist ja nichts Neues: DVDs haben den Filmverleih revolutioniert, Breitband den Download und Tausch von Kinofilmen und Fernsehserien ermöglicht. Auch das Web 2.0 hat seine Spuren hinterlassen: die Interaktion mit dem Medium Film ist ein fixer Bestandteil des Web-Universums geworden, denken wir da nur an YouTube als die bekannteste Video-Sharing Plattform. Aber auch YouTube ist nur ein Meilenstein in der Beziehung von Film, Web und Zuseher.

Video-Konsum 

Mit YouTube haben wir zunächst einmal ein recht formidables Suchwerkzeug zu Video-Material, Alternativen gibt es aber genügend. Wozu verwenden wir YouTube? Meistens der Unterhaltung wegen. Wer Wissensvermittlung haben möchte, der kann über Dienste wie 5mins (Alltags-Know-How) oder VideoLectures (Wissenschaft). Alle diese Dienste bieten kurze Clips, manchmal geordnet nach Kanälen. Channels bei YouTube sind Sendungen eines bestimmten Produzenten. So hat kürzlich auch die britische Queen einen eigenen YouTube Channel (’The Royal Channel‘) veröffentlicht. Ein gutes Beispiel für die Komposition eigener Kanäle ist Magnify.

Neben der Möglichkeit, die Channels bieten, ist das Video-Streaming nicht nur eine andere Übertragungsart, sondern auch der einzige Weg, längere Videos über das Web zu übertragen. Streaming-Dienste sind meist als Doku-Repositorien (siehe FreeDocumentries) oder auch als WebTV konzipiert.

Bei den Filmen, die im WebTV bzw. auf FreeDocumentries und anderen gezeigt werden, handelt es sich meistens um Produktionen bedeutender Fernsehanstalten, Filmproduzenten und Studios. Blockbuster kann man im Web eigentlich nur über online Shops kaufen oder mieten, oder auch über BitTorrent-Netzwerke (siehe Wyzo) herunterladen, was allerdings eine längere Angelegenheit sein kann, da das entsprechende P2P-Netz aktiv sein muss. Auch bei den längeren, professionelleren Filmen gibt es den Trend zu User-generated Content.

User-generated Movies 

Blowtorch

So bietet die Plattform Blowtorch die Möglichkeit, Ideen zu Filmen als Kurzfilme einzureichen. Dieses wird von der Community bewertet, und entsprechende Kritiken führen dann auch zur Produktion eines Abend-füllenden Films. Ohne Hollywood-Stars, ohne Hollywood-Gagen. Von der Community für die Community. Ist das das neue Hollywood? Wohl kaum, aber wenn sich das Modell etabliert, wird es ein steter Fluss an neuen alternativen Ideen für den Film-Markt. Wir stehen am Beginn einer neuen alternativen Szene, die sehr wohl in der konventionellen fußt: die Financiers des Projekts sind alle unmittelbar oder aus dem Dunstkreis der US-Filmindustrie.

Blowtorch

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