Contenure: ein neues Micropayment-Konzept für bezahlten Content

13. Juli 2009 durch Mark Buzinkay
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Die Idee klingt toll: ich habe Texte, Bilder und Videos, die aktuell und witzig sind. Und jeder will sie sehen. Aber bezahlen möchte keiner. Auch die Werbeeinnahmen lassen sehr zu wünschen übrig. Was tun? Contenure bietet hier Hilfe an:

  • Contenure ist ein Netzwerk an beteiligten Content-Providern und Usern
  • Provider werden basierend auf dem jeweiligen Traffic bezahlt, im Verhältnis zu anderen Contenure-Providern
  • User zahlen eine monatliche Content-Fee, die auf die jeweils angeklickten Websites aliquot der Klicks verteilt wird
  • Werbung wird für registrierte User ausgeblendet, spezielle Features wie Benachrichtigungen etc. ermöglicht

Ob sich diese Idee durchsetzen wird, bleibt offen. Hängt ja sehr stark vom Content-Angebot und der Flat-Fee ab. Das Prinzip ist aber nicht schlecht, da Webseiten sich nicht mehr um die Administration der Micropayments kümmern müssen.

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TileStack: einfaches Programmieren per Drag & Drop

20. April 2009 durch Mark Buzinkay
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TileStack ist eine innovative Art, Web-Services auch ohne Programmierkenntnisse zusammenzustellen. Der Trick ist die Oberfläche: jede Fliese (Tile) hat Funktionen, die man auswählen kann. So eine Fläche wird dann mit anderen Verbunden und zu einem Stapel gemacht: TileStack. Die Funktionen vereinen sich dabei und ergeben eine komplexe Applikation. Auf der Seite von TileStack gibt es allerlei Arten von Spielen und Tools, die von Usern zusammengestellt worden sind.
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Google, seine Schwächen und eine Slideshow

2. April 2009 durch Mark Buzinkay
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Diese Slideshow fand ich besonders anregend, da sie zeigt, wie verletzlich doch auch Giganten sind - Giganten wie Google. Im Detail geht es um die Risken und Chancen, Stärken und Schwächen von Google, welche Strategien es fahren sollte und wie es bis jetzt auf ähnliche Szenarien reagiert hat. Eine prima Zusammenschau für alle BWL-Erstsemester!

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Mit Listen ein Leben beschreiben

19. Januar 2009 durch Mark Buzinkay
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Die Idee, ein Leben in Listen zusammenzutragen, finde ich gar nicht abwägig. Es mutet zwar seltsam an, und viele möchte sagen, dass es dadurch zu einer nicht-rechtfertigbaren Vereinfachung des komplexen menschlichen Alltags komme, stimmt schon, aber es geht auch anders. Es gibt ja nicht nur eine Liste.

Listen können sehr wohl einen Komplex darstellen, der auch mein Leben zu beschreiben in der Lage ist:

  • die einzelne Liste hat viele Inhalte und ist eine Art Wissenssammlung
  • die Komposition einer Listensammlung sagt ebenfalls viel über die Sinnstrukturen eines individuellen Lebens aus
  • manche Listen sind ausführlich, andere eher dürftig oder knapp

Nun, ein Tool, dass solche individuellen Listensammlungen (oder: listography) anbietet, ist listography. Mit einem kostenlosen Account kann man unendlich viele Listen anlegen und pflegen. Fantastisch, für alle Ordnungsliebhaber und Sammler, die gerne Ideen und Fakten strukturiert ablegen wollen.

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MeeID: Lifestream und Digital Identity Service

8. Dezember 2008 durch Mark Buzinkay
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MeeID ist eine Mischung aus Lifestream und einem Service, der meine Digital Identity pflegt und bündelt. MeeID ist sehr simpel aufgebaut: 10 Links verweisen auf Seiten, die über meine Person etwas aussagen - Blogs, Bilder, Nachrichten, Webseiten, etc.

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Wie kann man Social Software im Unternehmen argumentieren?

6. Oktober 2008 durch Mark Buzinkay
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Mit einem gängigen Problem beschäftigt sich ein Artikel auf Inside out: wie mißt man eigentlich den Wert von Social Software? Oft gilt ja die Regel, was nichts kostet, ist nichts wert. Social Software Werkzeuge sind meist kostenlos, also was hat es damit auf sich? Der Autor des obigen Artikels präsentiert einige Pro-Argumente:

  • Will man seine Mitarbeiter lieber vernetzt sehen oder nicht?
  • Social Software wird überall eingesetzt, mit oder ohne meine Firma…
  • Man muss daran glauben und es einfach ausprobieren.
  • Wenn ein Manager nur die ROI-Argumente hören will, soll man sich an einen anderen Vorgesetzten wenden
  • Und wenn es niemand glauben will: selbst damit beginnen!

Ich finde das letzte Argument am überzeugendsten: meine berufliche Erfahrung sagt mir, dass jemand einmal mit einem Tool / Konzept / Arbeitsweise anfangen muss, im kleinen Kreise, ausprobieren und verbessern und dann Schritt für Schritt das Konzept erweitern. Andere werden folgen, wenn es Vorteile bringt. So wird ganz allmählich ein neues Tool oder auch eine neue Art des Zusammenarbeitens kultiviert.

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Verfügbarkeit und Präsenz im Web

14. Februar 2008 durch Mark Buzinkay
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In einem ausführlichen Artikel von Mike Gotta auf Collaborative Thinking geht es um die persönliche Verfügbarkeit im Web, oder besser formuliert um die Information, die unsere Verfügbarkeit ins Web kommuniziert. Was es damit auf sich hat, warum es für Mike Zeit ist, den Reset-Knopf zu drücken und was meine Gedanken dazu sind, darüber spricht dieser Artikel.

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Identität im Cyberspace - Perspektiven von Pierre Lévy

31. Januar 2008 durch Mark Buzinkay
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Pierre Lévy, namhafter französischer Anthropologe hat mit seinem Klassiker “Collective Intelligence. Mankind’s emerging world in cyberspace” vor allem das Verständnis des Menschen neu beleuchtet:

  1. Avatare sind eine neue Art der Wissensrepräsentation. Die Welt des Wissens dreht sich um die Produktion sozialer Beziehungen.
  2. Virtuelle Welten erweitern die Möglichkeiten der Identität
  3. Die Identität bewegt sich im Wissensraum. Der Wissensraum ist gekennzeichnet durch ständig Erschaffung, Vernichtung, Veränderung und Kommunikation. Auslöser dieser Vorgänge sind Gedanken.
  4. Identität wird über Bilder erstellt.

Wie man aus diesen wenigen Zeilen ablesen kann, ist der Begriff der Identität (”Identität im Zeitalter des Internet“, “Erikson: What is Identity?“) derzeit ein sehr wichtiger. Auch Lévy geht darauf ein. In der Entwicklung der Menschheit, welche nach Lévy 4 Phasen durchlaufen hat bzw. gerade durchläuft, hat sich auch das Verständnis von Identität verändert.

In einer Zeit der Nomaden, da wurde Identität über die Zugehörigkeit zu einem Clan, zu einer Blutlinie definiert. Äußere Zeichen der Identität waren Masken, Namen, Tätowierungen, Totems, und die eigene Identität ist das Produkt aus einer engen Verbindung zu den Göttern und Mächten (Ahnen, Tiere, Geister) der Welt und des Kosmos.

Durch die Seßhaftwerdung der Nomaden verändert sich die Formung der Identität: der Mensch wird an den Boden gebunden und sein Status hängt von seiner Beziehung zum urbar gemachten Land ab: Landeigner, Pächter, Fürst, Tagelöhner, Sklave. Die Identität wird vom Haus, dem Land, dem politischen Territorium geprägt. Nach Lévy ist das Territorium aber nicht der einzige Faktor dieser Entwicklungsphase der Menschheit, der die Identität zu beschreiben vermag: Ränge, Titel, Medaillen, Hierarchien, Zertifikate und Zugehörigkeiten zu formalen Gesellschaften.

In der nächsten Stufe, der Phase der Weltökonomie, zerreißen die althergebrachten sozialen Bande und Identitäten. Identität wird fortan von der Familie, der Arbeitswelt und dem Geld geprägt. Wir sind, was wir uns leisten und zeigen können. Das Selbst wird zu einem Mikrobetrieb, der fortwährend aus dem Trieb der Selbstbestätigung produziert und konsumiert. Die Wurzel der Identität liegt in der Kindheit (siehe auch Erikson), aber im Gegensatz zum früheren Clan sind die Eltern der bestimmende Horizont.

In der jetzt sich entwickelnden Phase der kollektiven Intelligenz, entwickelt Lévy ein neues Bild, wie sich Identität bildet: Identität ist Teilhabe am System des gemeinsamen Lernens und Entwickelns. Die Identität wird folglich von den Artefakten und den Spuren, die man durch das explorative Tun im Cyberspace hinterläßt, definiert. Durch die Vielzahl der Avatare, die ein Individuum haben kann, erscheint es auch in multiplen Identitäten. In diesem Stadium nähert sich der Mensch wieder seinen nomadischen Wurzeln und bewegt sich in verschiedensten Welten.

Wenn ich dem Bild von Lévy folge, dann hat ein Nomade sehr wenig Gepäck bei sich, ist bestimmt durch die Karavane, der er angehört, und er ist mobil und anpassungsfähig. Er folgt gerne Pfaden, ist aber auch erkundungsfreudig. Ist das das Fahndungsbild des virtual workers, des nur im Web sichtbaren Menschen, der dort sein Heim hat (Territorium), dort arbeitet (Ökonomie) und unter vielen Identitäten handelt und denkt?

Bibliographische Angaben:
Pierry Lévy: Collective Intelligence. Mankind’s emerging world in cyberspace.
Cambridge, MA, 1999.
Weitere Info hier

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